Energiekosten im Griff: Was kleine Betriebe jetzt wissen müssen

Hohe Energiekosten belasten kleine Gewerbebetriebe und Dienstleister nach wie vor spürbar im Betriebsalltag. Zwar haben sich die Großhandelspreise nach den Extremjahren stabilisiert, doch hohe Netzentgelte und schwankende Lieferpreise erfordern weiterhin Wachsamkeit. Mit welchen Entlastungen Kleinunternehmen rechnen können und wo die wirksamsten Hebel zur Kostenreduktion liegen, erfährst du in diesem Überblick.


1. Gesetzliche Entlastung: Absenkung der Elektrizitätsabgabe

Um die Energiekosten für Wirtschaft und Haushalte abzufedern, hat der Gesetzgeber eine gezielte Absenkung der Elektrizitätsabgabe beschlossen.

2. Tarif-Check & Wechselpotenzial nutzen

Während Netzkosten gesetzlich reguliert und nicht verhandelbar sind, variieren die reinen Energiepreise (Arbeitspreis pro kWh) zwischen den Strom- und Gasanbietern erheblich.

3. Effizienz im Betrieb: Wo KMU sofort sparen können

Neben der Tarifwahl ist die Reduktion des Verbrauchs der beste Schutz vor hohen Rechnungen:

  1. Lastspitzen glätten: Für Betriebe mit Leistungsmessung führen kurzfristige Verbrauchsspitzen (z. B. wenn Maschinen zeitgleich anspringen) zu höheren Netzentgelten. Gestaffelte Einschaltzeiten verhindern teure Leistungsspitzen.
  2. Eigenverbrauch erhöhen: PV-Anlagen auf Werkstättendächern oder Gewerbeflächen lohnen sich besonders dann, wenn der erzeugte Strom direkt im Betrieb verbraucht wird (z. B. für Kühlung, EDV oder Maschinen im Tagesbetrieb).
  3. Beleuchtung & Standby: Der Umstieg auf LED-Technik in Verkaufs- und Lagerräumen sowie das konsequente Abschalten von Standby-Geräten außerhalb der Geschäftszeiten bringen ohne große Investitionen sofortige Ersparnisse.


Quellenangaben