SWV NÖ-Schaden: „Schluss mit der Abzocke an den Zapfsäulen“
Explodierende Spritpreise ohne reale Grundlage belasten Betriebe und Pendler – Mineralölkonzerne treiben Inflation weiter an

©Ronny Fras: KommR Thomas Schaden, der Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes
Die aktuell steigenden Spritpreise sorgen bei vielen Betrieben und Konsument:innen für massives Unverständnis. „Und das völlig zurecht. Für diese Preissprünge, wie wir sie gerade erleben, gibt es einfach keine sachliche Grundlage“, sagt Thomas Schaden, der Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes (SWV) NÖ. „Die Mineralölkonzerne haben das Öl noch zu normalen Preisen eingekauft. Trotzdem werden die Preise an den Zapfsäulen bereits jetzt deutlich erhöht. Das ist nicht nachvollziehbar und trifft Unternehmen und Haushalte gleichermaßen hart“, meint Schaden.
Für viele Selbstständige und kleine Betriebe, die täglich auf ihre Fahrzeuge angewiesen sind – etwa Handelsagent:innen, Handwerks- oder Elektrobetriebe auf dem Weg zu ihren Kund:innen, werden die steigenden Treibstoffkosten schnell zu einem echten wirtschaftlichen Problem. Auch viele Tankstellenpächter und -besitzer können die aktuellen Preissprünge nicht nachvollziehen. Sie müssen die Preise der Mineralölkonzerne übernehmen und haben selbst keinen Einfluss darauf.
„Die Bundesregierung hat in den vergangenen Wochen und Monaten wichtige Maßnahmen gegen die Inflation gesetzt. Wenn Konzerne jetzt aus der Krise sofort Profit schlagen wollen, treibt das die Preise wieder unnötig nach oben“, betont Schaden. Der SWV Niederösterreich fordert daher rasche politische Schritte gegen überzogene Preisentwicklungen. Vor allem die zuständige Bundeswettbewerbsbehörde muss schnellstens aktiv werden und die Preise prüfen.